Client Management heißt die seit langem bekannte Kategorie von Softwarelösungen zur zentralisierten, strukturierten und automatisierten Verwaltung von Endgeräten wie PCs, Servern und mobilen Devices mit Windows- oder Linux-Betriebssystemen.

Mittlerweile hat sich anstelle dessen der Begriff „Unified Endpoint Management“ (UEM) durchgesetzt. Das hat mehrere Gründe. Zum einen hat sich die Verwaltung von Endgeräten in Unternehmen in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Das Spektrum der Clients reicht heute weit über klassische Desktops hinaus. Mobile Betriebssysteme wie iOS und Android müssen einbezogen werden, und eine verteilte Infrastruktur aus Homeoffice und Inhouse-Arbeitsplätzen entzieht die Gesamtheit der Endgeräte dem direkten physischen Zugriff. Hinzu kommen wachsende Sicherheitsbedrohungen. Ransomware-Angriffe nehmen jährlich zu, inzwischen gibt es ein regelrechtes Ransomware-as-a-Services-Geschäftsfeld.

Erweiterter Fokus: Cloud-UEM und mobile Endgeräte

Dies bedeutet: Mit gleichbleibender Personalstärke müssen Administrationsabteilungen Systeme aktuell halten und auf Schwachstellen reagieren. Sie müssen dabei den Datenschutz im Auge behalten (Wo darf ich sensible Infrastruktur- und Nutzerdaten ablegen?) sowie ISO-Normen und gesetzliche Regularien erfüllen. So erfordern etwa NIS2 und DORA zusätzliche Dokumentationen und Vorkehrungen.

Der traditionelle Ansatz, Client beziehungsweise Unified Endpoint Management rein on-premises zu betreiben, wird diesen veränderten Anforderungen nicht mehr gerecht. Die Entwicklung führte daher von lokal betriebenen Lösungen über „Mobile Device Management“ hin zu cloud-basierten UEM-Systemen. Microsoft Intune ist eines der prominentesten Beispiele für diesen Trend, schon allein deshalb, weil es Bestandteil des Microsoft 365 E3-Enterprise-Lizenzvertrags ist.

On-Premises: Hohe Funktionalität und Datenschutz

On-Premises-UEM-Systeme bieten zahlreiche Vorteile. Sie werden auf eigenen Servern betrieben – sei es lokal oder in der Private Cloud – und verfügen über spezialisierte Agenten, die eine umfassende Kontrolle ermöglichen. Microsoft-Dienste (WSUS-Alternative, Defender, BitLocker) lassen sich nahtlos integrieren, ohne auf eine Cloud-Anbindung angewiesen zu sein.

Ein entscheidender Vorteil ist die Datenhoheit (beim Betrieb eigener Server): Sensible Informationen verbleiben innerhalb der eigenen Infrastruktur und werden nicht für KI-Trainingszwecke verwendet, was in der Cloud immer geschehen kann. Künstliche Intelligenz ist ein wichtiges und zukunftsrelevantes Thema, aber dass vertrauliche Daten von einer GenAI verwendet werden, wird dann doch niemand wollen. Gleichzeitig ist beim lokalen Betrieb der rechtliche Aufwand geringer. Datenverarbeitungsverträge mit Dienstleistern müssen nicht aufwändig verhandelt werden bzw. beschränken sich auf die eigentliche Geschäftsbeziehung und eben nicht auf Firmen- oder Kundendaten.

Eine lokale UEM-Lösung macht das Unternehmen desweiteren unabhängig von Internet- oder Serverstörungen des Cloud-Anbieters; die eigene Infrastruktur bleibt steuerbar. Sie ist auch im Hinblick auf Compliance oft die bessere Wahl. Strenge Vorgaben in sicherheitskritischen Bereichen, die Unabhängigkeit vom Internet vorschreiben – etwa im Umfeld von KRITIS und NIS2 – lassen sich mit On-Premises-Systemen besser umsetzen. Sie sind bei Unternehmen, die in diesem Bereich etwas tun müssen, daher die bevorzugte Betriebsform.

Zudem lassen sich mit einer (mandantenfähigen) UEM-Lösung im eigenen Haus Sicherheitszonen individueller konfigurieren als bei einem Cloud-System „von der Stange“. Komplexe Infrastrukturen (Standorte, Arbeitsbereiche) sind über die Lösung verwaltbar, in einem Mix aus online (Verwaltungsabteilungen inkl. Homeoffice) und offline (Produktion, eigene Abteilung & Netz). Mit Low-Code/No-Code werden vorgefertigte Bausteine zur Desktop Automation flexibel variiert, bis hin zu Formularen (die auch ohne Internet verfügbar sind).

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