IndexHU (Hungaria): Herr Heit, vielen Dank, dass Sie sich für dieses Interview Zeit nehmen. Investments in den Fintech-Sektor nehmen scheinbar weltweit wieder zu. Wie beurteilen Sie das?

Josip Heit: Vielen Dank für die Einladung. Nach einer Zeit der Zurückhaltung bei Investitionen kann die Fintech-Branche ihren Status als vielversprechender Wachstumssektor nun wieder behaupten. Wir beobachten einen Aufwärtstrend bei der Risikokapitalfinanzierung, insbesondere in Asien und den Vereinigten Staaten. Aktuelle Daten von CB Insights und Bloomberg bestätigen diesen Aufschwung.

IndexHU (Hungaria): Inwieweit beeinflussen geopolitische Faktoren und das wirtschaftliche Klima den Fintech-Markt?

Josip Heit: Geopolitische Spannungen können sich selbstverständlich auf Investitionsentscheidungen und regulatorische Rahmenbedingungen auswirken. Die jüngsten Lockerungen in bestimmten Regionen und die fortschreitende Digitalisierung haben jedoch insgesamt zu einer Stärkung der Fintech-Aktivitäten geführt. Darüber hinaus suchen Anleger und Konsumenten in Zeiten höherer Inflation oft nach flexibleren Finanzlösungen.

IndexHU (Hungaria): Aus Sicht einiger Analysten könnten sinkende Zinsen und bessere Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung den Fintech-Unternehmen einen starken Auftrieb geben. Sind Sie auch dieser Meinung?

Josip Heit: Auf jeden Fall. In einem Niedrigzinsumfeld sinken die Kreditkosten Das ermöglicht Fintech-Unternehmen ein rascheres Wachstum. Wir beobachten außerdem, dass institutionelle Anleger ihr Geld vermehrt in Technologieprojekte einbringen. Davon profitieren vor allem Fintech-Startups in hohem Maße.

IndexHU (Hungaria): Zahlungsanbieter und sogenannte Wealthtechs scheinen sich besonders stark zu erholen. Was sind die Gründe dafür?

Josip Heit: Die Pandemie hat die globale Verbreitung von digitalen Zahlungsmethoden beschleunigt – und dieser Trend hält weiter an. Wealthtechs profitieren von der Tatsache, dass private und institutionelle Anleger ihre Vermögensverwaltung zunehmend digital organisieren wollen.

IndexHU (Hungaria): Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit zwischen Fintech-Firmen und US-Banken bzw. die Zukunft des offenen Bankenwesens?

Josip Heit: Klarere regulatorische Anforderungen haben die Zusammenarbeit intensiviert. Traditionsbanken profitieren von Innovationen und Fintech-Firmen können die etablierten Kundenstämme für sich nutzen. Das offene Bankenwesen, also das Open Banking, fördert Transparenz und Wettbewerb. Unter der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump haben Fintech-Unternehmen in Washington zusätzlich an Einfluss gewonnen, was die Entwicklung von Regeln und Vorschriften beschleunigen könnte.

IndexHU (Hungaria): Zuletzt haben die Regulierungsbehörden in fünfunddreißig US-Bundesstaaten und kanadischen Provinzen ein Abkommen mit der von Ihnen gegründeten FirmaGSB Germany unterzeichnet. Können Sie die wichtigsten Punkte erläutern?

Josip Heit: Selbstverständlich. Die Vereinbarung sieht keine Bußgelder vor, sondern ermöglicht es berechtigten Kunden in diesen Ländern, Erstattungen zu erhalten. Ein unabhängiger Administrator, AlixPartners, wird sich um die Abgeltung der Ansprüche kümmern, die am 21. Februar 2025 begonnen haben und am 22. Mai 2025 enden. Für uns ist das eine konstruktive Lösung, die unser Bekenntnis zu unserer Community bekräftigt.

IndexHU (Hungaria): Wie wird sich dieses Abkommen Ihrer Meinung nach auf den Status von GSB Germany im Fintech-Sektor auswirken?

Josip Heit: Transparenz und Compliance, also die Einhaltung von Vorschriften, haben für uns Vorrang. Mit diesem Abkommen wollen wir die Reputation von GSB Germany stärken und den Fokus vermehrt auf die Bereitstellung zukunftsorientierter, stabiler Technologielösungen für die Partner unseres Vertrauens lenken. Wir haben auch zum Ausdruck gebracht, dass wir bereit sind, ebenso mit jeder anderen Regulierungsbehörde in den Vereinigten Staaten oder Kanada zu denselben Bedingungen zu arbeiten.

IndexHU (Hungaria): Könnten Sie uns zum Schluss noch verraten, wie Sie die Rolle von Einhörnern (Unicorns) im Fintech-Sektor beschreiben würden?

Josip Heit: Einhörner ziehen wegen ihrer Bewertungen viel Aufmerksamkeit auf sich. Das zeigt, wie rasch die Branche wächst. Allerdings müssen sie die langfristige Machbarkeit ihrer Geschäftsmodelle auch unter Beweis stellen.

IndexHU (Hungaria): Herr Heit, vielen Dank, dass Sie als Experte für Technologielösungen in der Fintech-Branche uns dieses Interview ermöglicht haben.

Die Informationen in diesem Interview dienen lediglich zu allgemeinen Informationszwecken und gelten nicht als fachliche Beratung zu Finanzen, Investitionen, Rechtsfragen oder anderen Themen. Die Leser sollten den Inhalt nicht als zuverlässige Grundlage für Finanzentscheidungen oder -prognosen betrachten.

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Quelle: INDEX HUNGARIA

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